Umsetzen/Übersetzen

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Umsetzen/Übersetzen – Ein Bericht über Produktionsstätten internationaler Kunst in Asien

120 Seiten
deutsche und englische Texte, aber ohne Übersetzungen
Broschur
160 x 220 mm
ISBN 978-3-86485-140-7
Auflage 300 Exemplare
Preis 12 Euro
Textem Verlag 2016
Herausgeber: Ingo Vetter, Hochschule für Künste Bremen
Autoren:
Amina Brotz, Bruce Bo Ding, Zoe Dittrich-Wamser, Thomas Eller, Sara Förster, Paula Hurtado, Santi Lawrachawee, Ji Eun Lee, Maria Miesenberger, Ingrid Ogenstedt, Veronika Radulovic, Wantanee Siripattananuntakul, Jónína Mjöll Thormodsdottir, Ingo Vetter, Pauline J. Yao
Lektorat:
Radek Krolczyk (Deutsch), Catriona Shaw (Englisch)
Übersetzung aus dem Schwedischen: Anja Stegen
Gestaltung und Produktion:
Santi Lawrachawee, Nattapol Rojjanarattanangkool, Pitiporn Wonggornworawej, PRACTICAL Design Studio, Bangkok, Thailand,
Printed in Thailand
Gefördert mit Mitteln des Publikationsfonds der Hochschule für Künste Bremen
Inhalt:
Umsetzen/Übersetzen – Ein Bericht über Produktionsstätten internationaler Kunst in Asien
Wie entstehen Kunstwerke und insbesondere monumentale Skulpturen der globalen Ausstellungsmaschinerie von Biennalen und Großausstellungen heute? Dies war die Ausgangsfrage des Projektes “Künstlerische Materialien und Produktion in der Globalisierung“ an der Hochschule für Künste Bremen. Die Recherche begann mit dem Hinterfragen der eigenen Praxis in den Studios und Werkstätten der Hochschule, führte zu den Mega-Ateliers von Joep van Lieshout oder Olafur Eliasson und schließlich nach Thailand, Vietnam, Hongkong und Südchina, um Produktionsstätten zeitgenössischer Kunst zu besuchen. Besonders interessierten uns hier Orte, an denen im globalen Kunstbetrieb agierende KünstlerInnen ihre Werke für internationale Ausstellungen realisieren lassen. Wir dokumentierten die Werkstätten, sprachen mit den LeiterInnen, MitarbeiterInnen und anwesenden KünstlerInnen und fragten nach Kommunikationsformen, Entscheidungsprozessen und Übersetzungsproblemen.
Diese Publikation stellt eine globalisierte Kunstproduktion vor, die nicht nur die Machbarkeitsphantasien vieler KünstlerInnen und deren AuftraggeberInnen beflügelt, sie verändert auch die Kunstwerke selbst und deren Bedeutung. Die Umsetzung von Kunstwerken in den Werkstätten der Welt erfordert ständige Übersetzungen der Kommunikation, des Kunstverständnisses oder der Inhalte. Damit kommt den Orten bzw. Produktionsstätten letztlich eine wichtigere Rolle zu, als dies ursprünglich gedacht war. Die materielle Sicht auf die Produktion der Kunst ermöglicht Fragen nach Arbeitsbedingungen, Ökonomie und Distribution, aber auch Veränderungen im Künstlerbild und letztlich den Herausforderungen einer heutigen Kunstausbildung.
Autoreninfo:
Ingo Vetter ist Künstler und Professor für Bildhauerei an der Hochschule für Künste Bremen. Bei seiner künstlerischen Arbeit entstehen oft langfristige Engagements wie der „Detroit Tree of Heaven Woodshop“ (seit 2005) oder „Gruvstadsparken“ (seit 2011), ein sich permanent verändernder Stadtpark in Kiruna, Schweden. In Bremen betreut er neben einer eigenen Klasse das Entwicklungsprojekt „Künstlerische Materialien und Produktion in der Globalisierung“ (seit 2012) und mehrere internationale Austauschvorhaben.
Die an der Publikation beteiligten Studierenden des Entwicklungsprojektes waren Amina Brotz, Zoe Dittrich-Wamser, Sara Förster, Paula Hurtado, Ji Eun Lee, Ingrid Ogenstedt und Jónína Mjöll Thormodsdottir.
Zusätzlich zu den Besuchen der Produktionsstätten, führten wir Interviews und Gespräche mit Bruce Bo Ding, PR-Manager und Kulturarbeiter in Shenzhen bzw. Shanghai; dem Künstler Thomas Eller, reisend zwischen Berlin und Beijing; der schwedischen Künstlerin Maria Miesenberger, die schon seit mehr als 15 Jahren in Thailand ihre Skulpturen produzieren lässt; der Berliner Künstlerin und Autorin Veronika Radulovic, die für mehr als 10 Jahre an der Vietnam University of Fine Arts in Hanoi unterrichtete; der thailändischen Künstlerin und Dozentin Wantanee Siripattananuntakulan an der Silpakorn University in Bangkok und Pauline J. Yao, Kuratorin für zeitgenössische asiatische Kunst am M+, dem im Aufbau begriffenen Museum für visuelle Kultur in Hong Kong. Von ihr bekamen wir auch die Erlaubnis für den Wiederabdruck der Einleitung ihres wegweisenden Essays „In Production Mode: Contemporary Art in China“.
Die Publikation ist auch ein Selbstversuch: Wir schickten unsere Texte und Bilder nach Bangkok und dort übernahm Practical Design Studio alle Entscheidungen für die Gestaltung und Produktion. Der Grafiker und Dozent Santi Lawrachawee beschreibt in einer Timeline die Kommunikation und den Werdegang des Buches.

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