On Seeing, Plurale Perspektivierungen auf Kunst

Ein Kurs von Mona Schieren in Kooperation mit Ingo Vetter

Wie prägt das, was wir lernen unseren Blick auf Kunst? Wie bestimmt unsere kulturelle Prägung was wir sehen und wie wir es deuten? Welche Erfahrungen können im Studium der Kunst und Gestaltung gemacht werden? Und was können unterschiedliche Funktionen von Kunst sein?

Wir möchten mit Studierenden unterschiedlicher Herkünfte sowie künstlerischer und ontologischer Sozialisierungen über ihre Erfahrungen an der HfK in dem Seminar ins Gespräch kommen. Inwiefern kann man in diverse andere, als die erlernten Wahrnehmungen hineingleiten? Und wie steht es mit dem Recht auf Opazität, dass es nicht notwenig ist, den anderen zu ‚verstehen’, das heißt, ihn auf das Modell meiner eigenen Transparenz zu reduzieren, um etwas mit ihm aufzubauen“ (Glissant)?

Gleicht sich heute im globalen Markt der Bilder, in dem alle Zugriff auf die selben Games, Youtube-Videos, Sozialen Medien zu haben scheinen und den selben globalen Werbestrategien ausgesetzt sind, die kulturelle Prägung an? Oder werden diese Codes wiederum kulturell unterschiedlich gelesen?

Vor diesem Hintergrund werden aktuelle Filme von Cao Fei, Lawrence Lek oder Buchtitelgestaltungen von Qian Juntao diskutiert. Zudem soll der historische transmoderne Austausch zwischen Künstler- und Gestalter*innen am Bauhaus mit Japan (Johannes Itten, Mizukoshi Shôan, Yumeji Takehisa, Charlotte Perrinand) bzw. in Chicago (László Moholy-Nagy, Anni Albers) oder Okakuras Vermittlung einer asianistsichen Ästhetik über Tongefäße im „Weg des Tees“ um 1900 untersucht werden. Weitere Künstler*innen und Denkfiguren aus anderen kulturellen Zusammenhängen, die Teilnehmende zum Thema machen möchten, sind willkommen!

Eine öffentliche Vortragsreihe zu diesem Thema begleitet das Seminar (organisiert zusammen mit Ingo Vetter). Infoveranstaltung: Montag, 15.10.2018, 12-14 h, Raum 4-15-090
Mittwochs, 14-tägig, 12-15 h, Raum 4-15-090
Weitere Termine nach Vereinbarung und Exkursionen nach Hamburg.

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