The Garden Project mit Ingrid Elsa Maria Ogenstedt
20. März 2026 - Ingo VetterDas Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Villa Sponte durchgeführt, die ihren Garten für Studierende öffnet, um skulpturale Interventionen zu entwickeln. Ausgehend von der Idee des Gartens als Ausgangspunkt erhalten die Studierenden einen offenen experimentellen Rahmen, in dem sie arbeiten können, mit einem Fokus auf das Zusammenspiel von Mensch und Natur.
Der Garten wird hier als ein Raum verstanden, in dem sich das vom Menschen Gestaltete und das organisch Wachsende begegnen und koexistieren. Skulptur und Vegetation werden als gleichwertige Elemente betrachtet, die zu einem experimentellen Umgang mit skulpturalen Prozessen und Interventionen einladen. Wachstum, Vergänglichkeit und zyklische Prozesse führen in diesem Zusammenhang eine deutliche zeitliche Dimension ein.
Ausgehend von der Kulturgeschichte des Gartens – von paradiesischen Vorstellungen bis hin zu Fragen von Kontrolle und Macht – eröffnet das Projekt einen Reflexionsraum für gegenwärtige Themen wie Natur, Zugehörigkeit und die Position des Menschen im Verhältnis zum Nicht-Menschlichen. Das Projekt ermutigt dazu, mit allen Sinnen zu arbeiten: visuell, taktil, akustisch und olfaktorisch. Der Garten wird so nicht nur zu einem Ort der Betrachtung, sondern zu einem körperlich erfahrbaren Raum.
Ingrid Elsa Maria Ogenstedt
www.ingridogenstedt.com
Ich arbeite mit natürlichen und kulturellen Landschaften. Mich interessieren die in der Natur stafindenden Prozesse sowie das, was ihre Materialien über unsere Herkunft und unseren kulturellen und historischen Hintergrund erzählen können. Meine Arbeit beschäftigt sich mit nonverbalem Erzählen, bei dem taktile Erinnerungen ebenso zentral werden wie das im Körper verankerte Wissen. Die haptische und räumliche Wahrnehmungsfähigkeit sowie das materielle Empfinden und das Verständnis unseres Körpers in Beziehung zu seiner unmittelbaren Umgebung sind wesentliche Aspekte meiner künstlerischen Praxis.
In meiner Arbeit greife ich Fragen nach Herkunft, Kulturgeschichte und unserer Beziehung zur Landschaft auf. Durch die Arbeit mit Materialien wie Torf, Ton, Schilf oder Gras möchte ich Verbindungen zu Erzählungen über Entstehung, Landwirtschaft und körperliche Arbeit herstellen und ein Bewusstsein für die Spuren schaffen, die unsere Bewegungen hinterlassen.
Ingrid Ogenstedt hat ortsspezifische Skulpturen für das Moderna Museet Malmö (SE), die Luleå-Biennale 2020 (SE), Wadden Tide, Blåvandshuk (DK) sowie den Osloer Hauptbahnhof (NO) realisiert. Derzeit lebt und arbeitet sie zwischen Berlin (DE) und Stockholm (SE) und ist seit 2022 Teil des Kunst- und Wissenschaftsprogramms des Joint Research Centre der Europäischen Kommission.
