Programm Oktober 2026

6. Oktober 2026 - Ingo Vetter

Klasse Ingo Vetter
In diesem Semester starten wir die Kooperation mit der Klasse von Prof. Nicole Wermers an der Akademie der Bildenden Künste München und dem Ziel, eine Ausstellung für den Marburger Kunstverein zu entwickeln, die im November 2027 eröffnen soll. Im Wintersemester werden wir mit gemeinsamen Online-Treffen starten und es wird einen gemeinsamen Ortstermin in Marburg geben. Weiterhin soll das Denkmal für die Heimkinder vor der Friedenskirche in der Humboldtstraße realisiert werden. Wir finalisieren die Entwürfe und starten mit der Umsetzung.

Einzelgespräche
Jede/r sollte mindestens zwei Termine buchen. Bereitet die Einzelgespräche bitte vor! Schickt mir spätestens einen Tag vor dem Gespräch Bilder und Videos von, oder eventuelle Texte zu den Arbeiten, die ihr besprechen wollt. Natürlich könnt ihr auch Skizzen und Beschreibungen von geplanten Arbeiten schicken.

Plenum
Im Plenum geht es um die Präsentation eurer Arbeiten und das Sprechen über Kunst. Plant mindestens eine Präsentation im Semester ein.

Woche 41
Montag 05.10.2026
10:00 Galerie Dechanatstraße: Semesterbegrüßung für alle mit Rektorin Mirjam Boggasch
Montag 05.10.2026 bis Freitag 09.10.2026
Einführungswoche für Erstsemester

Woche 42
Montag 12.10.2026
14:00 Halle 2: Semesterbegrüßung des Studiengangs Freie Kunst
Für Erstsemester ab 16:00: Vorstellung der Klassen
Dienstag 13.10.2026
Für Erstsemester ab 10:00: Vorstellung der Klassen
16:00 Halle 2: Klassenvorstellung bei uns!
Mittwoch 14.10.2026
Einzelgespräche mit Ingo:
14:00 _______
15:00 _______
16:00 _______
Donnerstag 15.10.2026
10:00 bis 13:00 Bibliothek Halle 2: Erstes Plenum!
Einzelgespräche mit Ingo:
14:00 _______
15:00 _______
16:00 _______

Woche 43
Ingo: Skulpturenmontage in Rostock und eventuell ändert sich der Wochenplan
Montag 19.10.2026
10:00 GAK: Meisterschüler:innenkolloquium und Ausstellungsplanung
Mittwoch 21.10.2026
Ingo: 09:00 – 13:00 Stuko Freie Kunst, 17:00 Sonderstuko
Einzelgespräche mit Ingo:
14:00 _______
15:00 _______
16:00 _______
Donnerstag 22.10.2026
10:00 – 13:00 Bibliothek Halle 2: Plenum mit Präsentationen von ALLEN
Einzelgespräche mit Ingo:
14:00 _______
15:00 _______
16:00 _______

Woche 44
Mittwoch 28.10.2026
Einzelgespräche mit Ingo:
14:00 _______
15:00 _______
16:00 _______
18:00 Auditorium: Vorlesungsreihe Freie Kunst: Hanna Nitsch

Donnerstag 29.10.2026
10:00 – 13:00 Bibliothek Halle 2: Plenum mit Präsentationen von _______ & _______
Einzelgespräche mit Ingo:
14:00 _______
15:00 _______
16:00 _______
Freitag 30.10.2026
Anmeldefrist für Vordiplome und Diplome

The Garden Project mit Ingrid Elsa Maria Ogenstedt

20. März 2026 - Ingo Vetter

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Villa Sponte durchgeführt, die ihren Garten für Studierende öffnet, um skulpturale Interventionen zu entwickeln. Ausgehend von der Idee des Gartens als Ausgangspunkt erhalten die Studierenden einen offenen experimentellen Rahmen, in dem sie arbeiten können, mit einem Fokus auf das Zusammenspiel von Mensch und Natur.

Der Garten wird hier als ein Raum verstanden, in dem sich das vom Menschen Gestaltete und das organisch Wachsende begegnen und koexistieren. Skulptur und Vegetation werden als gleichwertige Elemente betrachtet, die zu einem experimentellen Umgang mit skulpturalen Prozessen und Interventionen einladen. Wachstum, Vergänglichkeit und zyklische Prozesse führen in diesem Zusammenhang eine deutliche zeitliche Dimension ein.

Ausgehend von der Kulturgeschichte des Gartens – von paradiesischen Vorstellungen bis hin zu Fragen von Kontrolle und Macht – eröffnet das Projekt einen Reflexionsraum für gegenwärtige Themen wie Natur, Zugehörigkeit und die Position des Menschen im Verhältnis zum Nicht-Menschlichen. Das Projekt ermutigt dazu, mit allen Sinnen zu arbeiten: visuell, taktil, akustisch und olfaktorisch. Der Garten wird so nicht nur zu einem Ort der Betrachtung, sondern zu einem körperlich erfahrbaren Raum.

 

Ingrid Elsa Maria Ogenstedt
www.ingridogenstedt.com

Ich arbeite mit natürlichen und kulturellen Landschaften. Mich interessieren die in der Natur stafindenden Prozesse sowie das, was ihre Materialien über unsere Herkunft und unseren kulturellen und historischen Hintergrund erzählen können. Meine Arbeit beschäftigt sich mit nonverbalem Erzählen, bei dem taktile Erinnerungen ebenso zentral werden wie das im Körper verankerte Wissen. Die haptische und räumliche Wahrnehmungsfähigkeit sowie das materielle Empfinden und das Verständnis unseres Körpers in Beziehung zu seiner unmittelbaren Umgebung sind wesentliche Aspekte meiner künstlerischen Praxis.

In meiner Arbeit greife ich Fragen nach Herkunft, Kulturgeschichte und unserer Beziehung zur Landschaft auf. Durch die Arbeit mit Materialien wie Torf, Ton, Schilf oder Gras möchte ich Verbindungen zu Erzählungen über Entstehung, Landwirtschaft und körperliche Arbeit herstellen und ein Bewusstsein für die Spuren schaffen, die unsere Bewegungen hinterlassen.

Ingrid Ogenstedt hat ortsspezifische Skulpturen für das Moderna Museet Malmö (SE), die Luleå-Biennale 2020 (SE), Wadden Tide, Blåvandshuk (DK) sowie den Osloer Hauptbahnhof (NO) realisiert. Derzeit lebt und arbeitet sie zwischen Berlin (DE) und Stockholm (SE) und ist seit 2022 Teil des Kunst- und Wissenschaftsprogramms des Joint Research Centre der Europäischen Kommission.

 

Forced Feral / Erzwungene Verwilderung – Rückblick

17. Mai 2025 - Ruth

Rückblick auf ein besonderes Ausstellungsprojekt

(english version below)

Im Sommer 2021 realisierten wir – Studierende der Bildhauereiklasse der Hochschule für Künste Bremen – ein Ausstellungsprojekt im öffentlichen Raum, das in vielerlei Hinsicht zu einem Erfahrungsraum wurde: für Zusammenarbeit, künstlerische Flexibilität und das produktive Potential des Ungeplanten.

Forced Feral / Erzwungene Verwilderung entstand in Kooperation mit dem Kunstverein & Stiftung Springhornhof e.V. in der Lüneburger Heide. Konzipiert und begleitet wurde das Projekt von Kayle Brandon, Bettina von Dziembowski, Ruth Lübke, Ingo Vetter und Olav Westphalen.

Durch die Corona-Pandemie mussten Pläne immer wieder angepasst oder ganz verworfen werden. Gruppentreffen waren nur digital möglich, und viele Ideen wurden nicht wie gedacht, sondern ganz anders – oder gerade deshalb überhaupt erst – realisiert.

Was ursprünglich als gemeinsame Feldforschung geplant war, entwickelte sich zu einer Vielzahl individueller Zugänge: Performances im Wald, installative Eingriffe im Gelände, stille Objekte, digitale Rituale. Die Kunstwerke entstanden oft aus der unmittelbaren Auseinandersetzung mit Landschaft, Wetter, Isolation, neuen Begegnungen – und dem Willen, gemeinsam trotzdem weiterzuarbeiten.

In der Rückschau zeigt sich, wie wichtig und stärkend solche Prozesse sind: für die Kunst, für den Austausch, für das eigene Tun.
Forced Feral wurde zu einem offenen Lernraum, in dem die Grenzen zwischen Planung und Improvisation, zwischen Ausstellung und Leben bewusst verschwimmen durften.

Mehr über Forced Feral

 

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