Neigh Neigh

14. Mai 2026 - Ingo Vetter

Ruth Lübke | Minjeong Park | Martin Reichmann

In der Ausstellung zeigen drei ehemalige Meisterschülerinnen von Prof. Ingo Vetter an der Hochschule für Künste Bremen Arbeiten zum Thema Pferde.

Warum Pferde? Weil sie in der Kunst nie einfach nur Tiere sind. Pferde erscheinen fast immer als Erweiterung des Menschen: als Zeichen von Status, Macht oder Freiheit, aber ebenso als Projektionsfläche für Nähe, Romantik und Sehnsucht. Kaum ein anderes Motiv ist so stark aufgeladen und zugleich so widersprüchlich. Genau diese Ambivalenz macht es heute schwierig, Pferde ohne Kontext darzustellen.

Die Ausstellung versammelt drei künstlerische Positionen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Bild des Pferdes beschäftigen – nicht als Naturdarstellung, sondern als kulturelles Konstrukt, als Geste, Relikt oder Übergangsfigur.

Mehr Informationen auf der Homepage der GaDeWe, Ausstellung von 22.05. bis 26.06.2026. Eröffnung am Freitag 22. Mai 2026 um 20:00 Uhr

 

Programm Mai 2026

7. Mai 2026 - Ingo Vetter

Klasse Ingo Vetter und Ingrid Ogenstedt
Im Sommersemester 2026 kommt die Künstlerin Ingrid Ogenstedt als Lehrbeauftragte an die HfK, um mit der Klasse ein Ausstellungsvorhaben im Garten der Villa Sponte durchzuführen. Der Fokus wird hier auf Gärten, Landschaftskunst und Umgang mit Naturmaterialien liegen. Sie kommt in mehreren Blöcken (grün markiert) und wird das Projekt bis zur Eröffnung begleiten.
Die regulären Aktivitäten wie Plenum und Einzelgespräche werde ich wie gewohnt betreuen. Da ich bis zum Sommer ein großes Kunst im öffentlichen Raum Projekt in Rostock realisiere (ihr könnt den Fortgang unter dem Instagram Hashtag #7haendegleichenwerts verfolgen), finden die Termine in Bremen etwas unregelmäßiger statt.

Einzelgespräche
Jede/r sollte mindestens zwei Termine buchen. Bereitet die Einzelgespräche bitte vor! Schickt mir spätestens einen Tag vor dem Gespräch Bilder und Videos von, oder eventuelle Texte zu den Arbeiten, die ihr besprechen wollt. Natürlich könnt ihr auch Skizzen und Beschreibungen von geplanten Arbeiten schicken.

Plenum
Im Plenum geht es um die Präsentation eurer Arbeiten und das Sprechen über Kunst. Plant mindestens eine Präsentation im Semester ein. Das Plenum findet in der Regel Donnerstags von 10:00 bis 13:00 statt. Rot markiert sind die Termine, an denen das Plenum an anderen Zeiten stattfindet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Woche 19
Montag 04.05.2026
Aufnahmeprüfungen: Mappendurchsicht
Dienstag 05.05.2026
12:00 Vordiplome
Mittwoch 06.05.2026
Ingo: 10:00 Stuko
14:00 – 17:00 Seminarraum Halle 2: Plenum mit Präsentationen von Julia & Waleria
18:00 Auditorium: Vortragsreihe Freie Kunst – Maximilian Kirmse

Woche 20
Dienstag 12.05.2026
10:00 – 12:00 Seminarraum Halle 2: Projektbesprechung The Garden Project
Kleingruppengespräche mit Ingrid
13:00 – 15:00 Moritz & Gunnar & _________

Mittwoch 13.05.2026
Kleingruppengespräche mit Ingrid
10:00 – 12:00 Kaori & Alexander & _________

13:00 – 15:00 Jun & Adeline & Julia
falls notwendig auch ein weiteres Gespräch 15:00 – 17:00
Donnerstag 14.05.2026
Feiertag: Christi Himmelfahrt

Woche 21
Werkstattwoche mit gesonderten Programm!
Dienstag 19.05.2026
Aufnahmeprüfungen: Interviews
Mittwoch 20.05.2026
Aufnahmeprüfungen: Interviews
Donnerstag 21.05.2026
Aufnahmeprüfungen: Interviews
Freitag 22.05.2026
14:00 – 17:00 Seminarraum Halle 2: Plenum mit Präsentationen von _________ & _________
20:00 GaDeWe: Neigh Neigh, Eröffnung der Ausstellung von Ruth Lübke, Minjeong Park und Martin Reichmann

Woche 22
Montag 25.05.2026
Feiertag: Pfingstmontag
Mittwoch 27.05.2026
The Garden Project – Aufbau
Donnerstag 28.05.2026
The Garden Project – Aufbau
Freitag 29.05.2026
The Garden Project – Aufbau
Samstag 30.05.2026
15:00 Villa Sponte: Ausstellungseröffnung
The Garden Project – Veranstaltungsprogramm

Sonntag 31.05.2026
The Garden Project – Veranstaltungsprogramm

Das vorläufige Semesterprogramm gibt es hier

The Garden Project mit Ingrid Elsa Maria Ogenstedt

20. März 2026 - Ingo Vetter

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Villa Sponte durchgeführt, die ihren Garten für Studierende öffnet, um skulpturale Interventionen zu entwickeln. Ausgehend von der Idee des Gartens als Ausgangspunkt erhalten die Studierenden einen offenen experimentellen Rahmen, in dem sie arbeiten können, mit einem Fokus auf das Zusammenspiel von Mensch und Natur.

Der Garten wird hier als ein Raum verstanden, in dem sich das vom Menschen Gestaltete und das organisch Wachsende begegnen und koexistieren. Skulptur und Vegetation werden als gleichwertige Elemente betrachtet, die zu einem experimentellen Umgang mit skulpturalen Prozessen und Interventionen einladen. Wachstum, Vergänglichkeit und zyklische Prozesse führen in diesem Zusammenhang eine deutliche zeitliche Dimension ein.

Ausgehend von der Kulturgeschichte des Gartens – von paradiesischen Vorstellungen bis hin zu Fragen von Kontrolle und Macht – eröffnet das Projekt einen Reflexionsraum für gegenwärtige Themen wie Natur, Zugehörigkeit und die Position des Menschen im Verhältnis zum Nicht-Menschlichen. Das Projekt ermutigt dazu, mit allen Sinnen zu arbeiten: visuell, taktil, akustisch und olfaktorisch. Der Garten wird so nicht nur zu einem Ort der Betrachtung, sondern zu einem körperlich erfahrbaren Raum.

 

Ingrid Elsa Maria Ogenstedt
www.ingridogenstedt.com

Ich arbeite mit natürlichen und kulturellen Landschaften. Mich interessieren die in der Natur stafindenden Prozesse sowie das, was ihre Materialien über unsere Herkunft und unseren kulturellen und historischen Hintergrund erzählen können. Meine Arbeit beschäftigt sich mit nonverbalem Erzählen, bei dem taktile Erinnerungen ebenso zentral werden wie das im Körper verankerte Wissen. Die haptische und räumliche Wahrnehmungsfähigkeit sowie das materielle Empfinden und das Verständnis unseres Körpers in Beziehung zu seiner unmittelbaren Umgebung sind wesentliche Aspekte meiner künstlerischen Praxis.

In meiner Arbeit greife ich Fragen nach Herkunft, Kulturgeschichte und unserer Beziehung zur Landschaft auf. Durch die Arbeit mit Materialien wie Torf, Ton, Schilf oder Gras möchte ich Verbindungen zu Erzählungen über Entstehung, Landwirtschaft und körperliche Arbeit herstellen und ein Bewusstsein für die Spuren schaffen, die unsere Bewegungen hinterlassen.

Ingrid Ogenstedt hat ortsspezifische Skulpturen für das Moderna Museet Malmö (SE), die Luleå-Biennale 2020 (SE), Wadden Tide, Blåvandshuk (DK) sowie den Osloer Hauptbahnhof (NO) realisiert. Derzeit lebt und arbeitet sie zwischen Berlin (DE) und Stockholm (SE) und ist seit 2022 Teil des Kunst- und Wissenschaftsprogramms des Joint Research Centre der Europäischen Kommission.

 

Forced Feral / Erzwungene Verwilderung – Rückblick

17. Mai 2025 - Ruth

Rückblick auf ein besonderes Ausstellungsprojekt

(english version below)

Im Sommer 2021 realisierten wir – Studierende der Bildhauereiklasse der Hochschule für Künste Bremen – ein Ausstellungsprojekt im öffentlichen Raum, das in vielerlei Hinsicht zu einem Erfahrungsraum wurde: für Zusammenarbeit, künstlerische Flexibilität und das produktive Potential des Ungeplanten.

Forced Feral / Erzwungene Verwilderung entstand in Kooperation mit dem Kunstverein & Stiftung Springhornhof e.V. in der Lüneburger Heide. Konzipiert und begleitet wurde das Projekt von Kayle Brandon, Bettina von Dziembowski, Ruth Lübke, Ingo Vetter und Olav Westphalen.

Durch die Corona-Pandemie mussten Pläne immer wieder angepasst oder ganz verworfen werden. Gruppentreffen waren nur digital möglich, und viele Ideen wurden nicht wie gedacht, sondern ganz anders – oder gerade deshalb überhaupt erst – realisiert.

Was ursprünglich als gemeinsame Feldforschung geplant war, entwickelte sich zu einer Vielzahl individueller Zugänge: Performances im Wald, installative Eingriffe im Gelände, stille Objekte, digitale Rituale. Die Kunstwerke entstanden oft aus der unmittelbaren Auseinandersetzung mit Landschaft, Wetter, Isolation, neuen Begegnungen – und dem Willen, gemeinsam trotzdem weiterzuarbeiten.

In der Rückschau zeigt sich, wie wichtig und stärkend solche Prozesse sind: für die Kunst, für den Austausch, für das eigene Tun.
Forced Feral wurde zu einem offenen Lernraum, in dem die Grenzen zwischen Planung und Improvisation, zwischen Ausstellung und Leben bewusst verschwimmen durften.

Mehr über Forced Feral

 

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